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"Strafrunde" im Hindernisparcours

40 Nachwuchs-Fußballer trainierten in Ripsdorf mit Ex-Profi Frank Elser

DAVID DREIMÜLLER

 

RIPSDORF. Was für die deutsche Nationalmannschaft das Teamhotel in Südafrika ist, war für 40 Kinder aus der Eifel nun der Ripsdorfer Sportplatz. Denn dort konnten sie unter der Anleitung des ehemaligen Bundesligaprofis Frank Elser drei Tage lang professionell trainieren und so manchen Tipp ergattern. "Wenn der Torwart den Ball nicht festhält, dann setzt nach!", schärfte Elser den Kindern im Alter zwischen sechs und 14 Jahren etwa während des Torschusstrainings immer wieder ein.

Doch es ging nicht nur um hartes Training - für die jungen Fußballer sollte der Spaß im Vordergrund stehen. "Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, jeden Tag die Kinder etwas besser zu machen", formulierte der Fußballlehrer seine Ziele für das "Trainingslager". Mit seiner klaren Linie und seiner lauten Stimme gab Frank Elser den Teilnehmern immer wieder wertvolle Tipps, etwa wie sie am besten den Fuß beim Dropkick zu halten haben. "Wenn ich sehe, dass irgendetwas nicht funktioniert, muss ich eingreifen", so Elser, der rund 300 Profispiele bestritten hat.

 

Der Sinn der Übungen

Daher zeigte Elser den Kindern nicht nur, wie man die Übung richtig ausführt, sondern er erklärte auch, warum die Übung wichtig ist, etwa für das richtige Stellungsspiel beim Doppelpass. Auch für Torhüter lohnte sich der Weg auf den Sportplatz. Sie wurden speziell von den Trainern der Torwartschule "einsgegeneins" gefördert.

Nach einem "brasilianischen Aufwärmprogramm" ging es für die 40 Kinder in altersunterteilten Gruppen an die verschiedenen Übungen auf dem Ripsdorfer Sportplatz. So zeigte der ehemalige Bundesligaprofi den Kindern den Fußball-Biathlon, bei dem es darauf ankam, möglichst keinen Ball am Tor vorbeizuschießen - ansonsten drohte eine Strafrunde durch den Hindernisparcours. Elser erklärte weiter, dass er diese Übung auch "seinem Freund Jürgen Klinsmann" gezeigt habe, der sie dann bei Bayern München übernommen habe. Motiviert zeigte sich auch Michael Heller vom FC Dollendorf-Rispdorf, der das Fußballcamp zusammen mit Elsers Fußballschule "Kids for Champions" veranstaltete. "Wir bemühen uns, immer auf dem neuesten Stand zu sein", so Heller. In der Veranstaltung sehe er zudem eine prima Motivation für die eigenen Trainer. Diese könnten sich bei Elser ebenfalls professionelle Tipps abschauen. Denn Heller unterstützte zusammen mit den DoRi-Trainern Armin Reetz, Thomas Pohe und Elmar Brang den Fußballlehrer bei seinem Training. Heller freute sich zudem, den vielen Kindern das Fußballwochenende günstig anbieten zu können. Denn für die Teilnahmegebühr erhielten die Kinder noch eine Ausrüstung sowie Vollverpflegung und Getränke.

Derweil motivierte Frank Elser die Kinder noch einmal: "Es gibt genügend, was ihr hier lernen könnt - ihr müsst nur mitmachen."

 

(David Dreimüller, Kölnische Rundschau, 29.06.2010)

Last changed: 29.06.2010 at 13:52:57

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